Heilbronner Woche in Niederbayern

Heilbronner Bezirksgruppe vom Blinden-und Sehbehindertenverband erkunden Regensburg und Umgebung.
Am Freitag, 12. September startete der Reisebus mit gut gelaunten Mitreisenden in Richtung Niederbayern. Nach problemloser Anreise stärkte sich die Gruppe bei einem rustikalen Mittagessen im Weißbräuhaus in Regensburg. Die anschließende Stadtführung begeisterte alle Teilnehmer durch die lebhaften Ausführungen der Gästeführerinnen.
Müde aber glücklich, bezogen die Urlauber ihre Zimmer im Hansa-Apart-Hotel Regensburg.
Nach einem ausgiebigen Frühstück führte die kurze Busfahrt zum ehemaligen Kloster St. Emmeram, dem aktuellen Sitz der Fürstenfamilie von Thurn und Taxis. Die blindengerechte Führung durch die weitläufige Residenz mit den Gästeführern war äußerst interessant, besonders die Entstehungsgeschichte der Fürstenfamilie. Nach einer Mittagsrast wanderte die Gruppe auf den Hügel zur Walhalla. Der bei Donaustauf gelegene, griechisch anmutende Ruhmestempel versetzte alle in Ehrfurcht. Die Marmorbüsten von „verdienten, deutschsprachiger Männer und Frauen“ zieren unter anderem den Innenraum.
Eine Rundfahrt führte die Gruppe am Sonntag durch den bayrischen Wald nach Bodenmais, wobei der mitfahrende Gästeführer die Landschaft und Gegebenheiten lebhaft erläuterte.
In der Glasbläserei konnte die Ausstellung besucht und in einer Vorführung der Vorgang der Glasherstellung beobachtet werden. Am Nachmittag führte der Weg entlang des Arber- Sees zurück nach Regensburg.
Die Klosteranlage Weltenburg war am Montag das Ziel. Das direkt an der Donau gelegene Kloster mit Klosterkirche beeindruckte in seiner Architektur. Die dazugehörige Brauerei lud mit seinem Biergarten zu einer typisch bayrischen Mittagsrast ein. Nach kurzem Fußweg unternahm die Gruppe eine Schifffahrt, durch den Donaudurchbruch nach Kelheim. Zwei Gästeführer empfingen die Gruppe nach einer kurzen Anreise am Parkplatz der Befreiungshalle. Die Befreiungshalle Kelheim ist eine Gedenkstätte von König Ludwig I., die zwischen 1842 und 1863 erbaut wurde, um an die siegreichen Befreiungskriege gegen Napoleon (1813–1815) zu erinnern. Der monumentale Rundbau thront auf dem Michelsberg und soll das "Heil des deutschen Heldentums" feiern. Die Fassade ist mit 18 Kolossalstatuen verziert, und im Inneren stehen 34 Marmorstatuen der Siegesgöttinnen.
Eine Fahrt durch den Naturpark Altmühltal – entlang des Main-Donau-Kanals – führte am Dienstag zur mittelalterlichen Burg Prunn in Riedenburg. Bei einer Führung wurde das mittelalterliche Burgleben anschaulich vermittelt. Auf die Frage, ob es in der Burg spukt, verneinte der Gästeführer. Er sei schon 700 Jahre in der Burg und habe noch nie einen Geist gesehen.
Der Nachmittag konnte zur freien Verfügung in Regensburg genutzt werden. Ein kleiner Spaziergang vorbei an der Wurstkuchl, zur steinernen Brücke über die Donau und die gut erhaltene historische Innenstadt, luden zum Verweilen ein.
Am Abreisetag wurde noch der beeindruckende Regensburger Dom besichtigt. Die Gästeführerinnen erläuterten viel Wissenswertes über die baulichen Entwicklungen und verrieten Geheimnisse, welche nur Ortskundige erfahren konnten. Darunter ein Teufel mit seiner Großmutter und der einzige lachende Engel im ganzen Dom.
Nach dieser beeindruckenden Woche in Gemeinschaft, waren alle Teilnehmer / innen müde im Heimatbahnhof Heilbronn angekommen und machten sich auf den Heimweg.

Elisabeth und Wolfgang Heiler

20250915 HN Woche Gruppenfoto St Emmeran

Gruppenbild mit Gästeführern vor dem Schloss St. Emmeram, dem Sitz der Fürstenfamilie Thurn und Taxis, Foto: privat