Viele von uns essen sie gerne. Die Einen lieber das weiche, dicke Stück, die Anderen lieber den knusprigen Teil. Mit oder ohne Butter. Mit mehr oder we-niger Salz. Die Rede ist von der Brezel. Aber wer weiß mehr dazu? Oder wer hat schon selbst eine Brezel gebacken?
Es gibt sie zu verschiedenen Anlässen, immer etwas anders, je nach Bundes-land.
Die Geschichte der Brezel, in wenigen Regionen auch „das“ Brezel genannt, ist über 1.000 Jahre alt. Schon seit über 700 Jahren ist die Brezel das Zunft-zeichen der Bäcker. Das Wort Brezel stammt aus dem lateinischen „Bracchi-um“, was so viel wie Arm heißt. Im Althochdeutschen hieß es Brezitella, Preci-ta oder Brezin im Mittelhochdeutschen. Man geht davon aus, dass die Form der Brezel schon über tausend Jahre alt ist. Die vermutlich älteste Abbildung einer Brezel befindet sich auf dem Bild einer Abendmahlszene aus dem 11. Jahrhundert, hergestellt für das Kloster Sankt Peter in Salzburg.
Eine Annahme ist, dass sich die Form der Brezel aus der römischen Ringform über eine Doppel-Sechs bis zur ineinander geschlungenen Brezelform entwi-ckelt hat, die wir heute kennen. Dennoch ranken sich um die Formgebung auch viele Mythen und Legenden.
So machten wir uns also am 25. April 2025 zusammen auf, um in Erdmann-hausen im Brezelmuseum mehr zum Gebäck zu erfahren.
Als unser selbst gemachter Hefeteig ging und später unsere jeweils eigens geformte Brezel im Ofen war, hörten wir Mythen und Legenden über die Formgebung der Brezel. Tatsächlich war keine von uns gebackene Brezel ganz gleich, da die eine mehr, der andere weniger, den lässigen Schwung aus dem Handgelenk raushatte. Interessierte mit Sehrest konnten auch verschiedene Kunstwerke mit Brezeln bewundern. So zum Beispiel was der Mercedes-Stern und die Brezel gemeinsam haben.
Hier die Kontaktdaten, falls ihr dem selbst einmal nachgehen wollt:
Brezelmuseum, Badstraße 8, 71729 Erdmannhausen
Telefon: +49 (0)7144 / 888 2565, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Verfasst von Bianka Haacker, Bezirksgruppenleitung Stuttgart